Es gibt Persönlichkeiten im Schweizer E-Sport, deren Einfluss sich nicht an einzelnen Resultaten messen lässt, sondern an dem, was bleibt, wenn sie gehen. Torix ist genau so eine Figur. Nach über zehn Jahren an der Spitze von Lausanne Sport Esports zieht sich Torix offiziell aus dem aktiven Schweizer E-Sport und Gaming zurück. Ein Schritt, der nicht laut, sondern reflektiert erfolgt und genau darin seine Stärke zeigt.
Darum gehts
Zehn Jahre Aufbauarbeit mit klarer Mission
Was vor einem Jahrzehnt als Idee begann, entwickelte sich unter seiner Führung zu einer der prägendsten E-Sport-Strukturen der Schweiz. Sein Ziel war von Anfang an klar: Lausanne Sport Esports soll eine starke, nachhaltige Organisation sein und den E-Sport in der Schweiz, insbesondere in der Romandie, weiter verbreiten und professionalisieren.
Was anfangs utopisch klang, wurde mit der Zeit zum Anspruch: national erfolgreich sein, Titel gewinnen und verteidigen, Standards setzen. Lausanne Sport Esports wurde nicht nur sportlich zur Referenz, sondern auch organisatorisch und kulturell.
Mehr als Titel und Resultate
Torix war nie nur Präsident. Er war Gestalter, Vermittler und Antreiber. Auch nach seiner aktiven Zeit als Spieler blieb sein Engagement im kompetitiven Bereich konstant. Egal ob es das Streamen und dominieren von diversen mehr oder weniger beliebten Battle Royale Titeln war oder einfach seine Meinung zu einem Thema auf Twitter/X kundzutun: Torrix war immer noch da und ein aktiver Beobachter der Szene.

Er war an Ligen, Events und Initiativen beteiligt, unterstützte Turnierformate in der Romandie und brachte E-Sport, Marken und Institutionen zusammen.
Besonders auffällig war seine Haltung zur Führung: Entscheidungen treffen, auch wenn sie nicht allen gefallen. Konflikte nicht scheuen, sondern aushalten. Unterschiedliche Meinungen zulassen und daraus Stärke ziehen. Genau diese Offenheit und Konsequenz (manche nennen es auch Sturheit) haben den Schweizer E-Sport in dieser Phase mitgeprägt.
Eine Familie, keine reine Organisation
In seinen Abschiedsworten wird eines besonders deutlich: Erfolg ist nie eine Einzelleistung. Teams, Mitstreiter, Supporter und Wegbegleiter standen immer im Zentrum seines Denkens. Lausanne Sport Esports verstand er nicht als Projekt, sondern als Gemeinschaft mit hohen Ansprüchen, klarer Identität und echter Leidenschaft.
Dass er den Staffelstab heute mit voller Überzeugung weitergibt, spricht für die Struktur, die er mit aufgebaut hat. Seine Nachfolger übernehmen kein fragiles Konstrukt, sondern ein stabiles Fundament.
Ein Abschied ohne Bruch
Torix verlässt die Bühne nicht im Streit, nicht aus Erschöpfung, sondern mit Ruhe und Stolz. Er zieht sich aus dem operativen E-Sport zurück, bleibt dem Thema aber verbunden und signalisiert klar, dass ihm die Weiterentwicklung des E-Sports weiterhin am Herzen liegt.

Genau das macht diesen Abschied besonders. Es ist kein Ende aus Distanz, sondern eines aus Vertrauen.
Danke, Torix
Im Namen von eSports.ch und der gesamten Schweizer E-Sport-Community bleibt nur eines zu sagen: Danke. Für zehn Jahre Einsatz, Haltung und Verantwortung. Für den Mut, Dinge anders zu machen. Und für eine Handschrift, die im Schweizer E-Sport sichtbar bleibt.
Auch wenn Du und Ich in der Vergangenheit immer mal wieder aneinandergeraten sind, haben wir immer den Respekt gewahrt und haben stets die Passion für den Schweizer Esport des Gegenübers anerkannt.
Wir wünschen dir für die Zukunft nur das Beste. Deine Spuren bleiben.
Abschied einer prägenden Figur – bye Torrix!
veröffentlicht auf ESPORTS.CH

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